Donnerstag, 17. Dezember 2009

SUPERVIELFALT STATT MULTIKULTI?
Referate, Statements und Diskussion
zum neuen Integrationskonzept für Frankfurt

"Vielfalt bewegt Frankfurt" lautet der Titel des unter der Federführung von Integrationsdezernentin Dr. Nargess Eskandari-Grünberg erarbeiteten Integrationskonzepts. "Supervielfalt" ist darin ein zentraler Begriff und beschreibt eine Sozialstruktur, in der sich Milieus einer modernen Stadtgesellschaft längst über die Grenzen der Kulturen hinweg vernetzen und (so auch über das Nebeneinander des "Multikulti" hinaus) diversifizieren, - eine Struktur, die vom Integrationskonzept für Frankfurt erkannt wird und weiter ins Bewusstsein rücken und das politische Handeln prägen soll. 
Die Evangelische Stadtakademie brachte sich und die evangelische Kirche in Frankfurt mit einem eigenen, gut besuchten Abend in die aktuelle Diskussion um das Papier ein.
Nach einem Grußwort der Vorsitzenden des Evangelischen Regionalverbands, Esther Gebhardt, erläuterten Dr. Armin von Ungern-Sternberg vom Integrationsdezernat sowie Dezernentin Dr. Nargess Eskandari Grünberg (Foto) die Eckpfeiler von "Vielfalt bewegt Frankfurt".
In einem darauf folgenden Statement stellte Jürgen Mattis, Vorsitzender des Evangelischen Vereins für Jugendsozialarbeit, dar, inwiefern die evangelische Jugendsozialarbeit diesen Ideen bereits seit geraumer Zeit entspricht und wo Probleme liegen.

Im Anschluss an die Rap-Darbietung "Anormal Nordend - Dirty Hank" (Foto) erläuterte Jun-Suk Kang vom Internationalen Konvent christlicher Gemeinden Rhein-Main e.V. seine Eindrücke aus der Sicht eines frankfurter Christen mit koreanischem kulturellen Hintergrund als ein Stück "gelebte Supervielfalt".
Unter der Leitung von Dekan Dr. Dietrich Neuhaus folgte schließlich noch eine angeregte Diskussion im Plenum, die zwar kritische Rückfragen an das neue Integrationskonzept artikulierte, aber auch die prinzipielle klare Zustimmung der evangelischen Kirche zu dem Papier signalisierte.


                    

Dienstag, 8. Dezember 2009

DER NOTWENDIGE KONFLIKT -
Konflikte als Chancen für Stadtentwicklung und Gesellschaft

In einer offenen Stadtgesellschaft gibt es unterschiedliche Konflikttypen: in lebendiger Erinnerung der letzten Jahre sind Moscheebaukonflikte, nicht nur in Frankfurt. Der offen ausgetragene Konflikt kann eine klärende Funktion haben, aber auch gesellschaftliche Wandlungsprozesse in Gang setzen: er mag somit schmerzhaft sein, bringt die Gesellschaft aber weiter. Nach dem Impulsreferat von Prof. Dr. Marianne Rodenstein diskutierten Dr. Nargess Eskandari-Grünberg, Dezernentin für Integration der Stadt Frankfurt und Pfarrerin Gabriele Scherle, Pröpstin für den Probsteibereich Rhein-Main mit der Referentin. Es moderierte Angela Kleiner vom Hessischen Rundfunk.


Mittwoch, 2. Dezember 2009

MOSCHEEN-
AUF DEM WEG IN DIE ZUKUNFT

Ausstellungseröffnung und Podiumsgespräch

Die von der Presse mit regem Interesse begleitete Ausstellung des jungen Fotografen Rami Tufi eröffnete Kurator Christian Kaufmann. Tufi hielt mit seiner Kamera alle Frankfurter Moscheen fest und dokumentiert in seinen Bildern, dass hier nicht repräsentative Gotteshäuser, sondern bislang noch triste Hinterhöfe dominieren.
Grußworte sprachen Helga Nagel, Leiterin des Amtes für multikulturelle Angelegenheiten, und Ünal Kaymakci vom Rat der Religionen in Frankfurt.
Im Anschluss an die Vernissage diskutierten Shakil Ahmed, Architekt der Taqwa Moschee Frankfurt-Gutleut und der Fatima Zehra Moschee, Frankfurt-Hausen, Mubashra Ilyas, Architektin der Ahmadiyya-Moschee Berlin, Cemgiz Öztörkoglu, Architekt der Bilal-Moschee, Frankfurt-Griesheim, und Dr. Dieter Bartetzko, Architekturkritiker der Frankfurter Allgemeinen Zeitung über die Frage Wie kann eine zeitgenössische Moscheearchitektur aussehen?, die zwischen Tradition und modernem  Stadtbild zu vermitteln vermag? Es moderierte Dr. Roland Löffler von der Herbert Quandt-Stiftung.

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Mittwoch, 11. November 2009

ZORN GOTTES
Frankfurter Religionsgespräche IV

Kurz vor dem Buß- und Bettag sprachen die TeilnehmerInnen des 4. Frankfurter Religionsgespräches über ein Thema und Motiv, das in der gegenwärtigen religiösen Kommunikation kaum noch eine Rolle zu spielen scheint: der Zorn Gottes. Ist Religion in unserer Gesellschaft also zur ästhetisierten "Wellness-Religion" ohne gesellschaftspolitische Schärfe geglättet? Die Tendenz dazu wurde von allen GesprächsteilnehmerInnen gesehen, dabei wurden jedoch auch unterschiedliche Akzente betont: Die Theologin Prf. Dr. Renate Jost von der Augustana-Hochschule Neuendettelsau unterstrich die Notwendigkeit einer stärkeren kritischen und provozierenden Theologie, verwies aber auch auf einen früher vorherrschenden theologischen und religionspädagogischen Drohgestus als Ursache für die aktuelle Gegenbewegung. Die Journalistin Jutta Roitsch votierte energisch für eine theologische Sprache, in deren Gesellschaftskritik etwas vom "Zorn Gottes" zu spüren sei. Oliver Reese, neuer Intendant des Schauspiels Frankfurt, hob hervor, dass er sich als Theatermacher oft eine kräftigere "Performance" der Kirchen wünsche und verwies auf die Theatralität und Inszenierung der religiösen Riten.
Die Diskussion wurde eröffnet durch eine eindrucksvollen Dramatisierung von Passagen aus dem biblischen Buch Hiob durch das Theater Willy Praml (Foto). Die große Publikumsresonanz zeigte, dass das Thema offensichtlich für viele Menschen reizvoll und diskussionswürdig ist.

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Samstag, 7. November 2009

KITSCH!
Studientag

Kann Religion sich von Kitsch inspirieren lassen und konstruktive Impulse durch ihn gewinnen? Wie verhält sich überhaupt das "Religiöse" zum "Kitschigen" und umgekehrt? Diesen Fragen ging ein spannender Studientag nach, bei dem sich an Vorträge und Diskussionen am Vormittag (Foto) Workshops am Nachmittag anschlossen.  Bettina Wittke, Pfarrerin am Berufskolleg Höxter, trug mit ihrem Referat Kitsch as Kitsch can. Wie Kitsch uns (be)rührt und provoziert zunächst ein engagiertes Plädoyer für (religiösen) Kitsch vor. Er könne Menschen in einer Art und Weise berühren, die für religiöse Ergriffenheit nicht nur legitim sondern auch wichtig sei. Der Theologe Dr. Andreas Mertin, Publizist und Kurator, schränkte diese positive Bewertung in seinem Vortrag Kitsch und Religion. Was zwei Geschwister voneinander lernen können ein: Ziele Religion primär auf Geborgenheit und Beheimatung, könne Sie eine fruchtbare Liaison mit dem Kitschigen eingehen. Betone sie allerdings die Momente des Aufbruchs, der Transzendenz und der Alterität, stelle die gewollte Oberflächlichkeit und Idylle des Kitsches keine angemessene religiöse Semantik bereit. Ausgiebig diskutiert wurden die beiden Positionen nachmittags in den Workshops Suche und Sehnsucht nach Gott. Die heil(ig)e Welt des Kitsches (B. Wittke) und Kitsch als Avantgarde: Die schöne Welt des Kunstversandhauses "Ars Mundi".

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Donnerstag, 5. November 2009

DEBORA, MARIA VON MAGDALA, AISCHA -
EINE WEIBERWIRTSCHAFT?

Trialog der Religionen, Podiumsgespräch

Wurde im letzten Trialog das Thema "Männerwirtschaft" diskutiert, stand in diesem Jahr die Frage nach der "Weiberwirtschaft" in den Religionen im Mittelpunkt. Anhand dreier zentraler Frauengestalten aus Islam, Judentum und Christentum diskutierten die Islamwissenschaftlerin Amina Luise Beckr, die Rabbinerin Elisa Klapheck und die Journalistin Dr. Antje Schrupp die Bedeutung der Frauen für die Traditionsbildung der unterschiedlichen Glaubensgemeinschaften. Moderiert wurde die intensive und durchaus auch kontroverse Diskussion von Dr. Roland Löffler (Quandt-Stiftung). Der Trialog der Religionen ist eine Kooperation der Evangelischen Stadtakademie mit der Evangelischen Pfarrstelle für Interreligiösen Dialog Frankfurt, der Jüdischen Volkshochschule Frankfurt, dem Katholischen Bildungswerk Frankfurt sowie der Volkshochschule Frankfurt.

Bildnachweis: "gerlinde" bei Photocase

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Dienstag, 27., bis Donnerstag, 29. Oktober 2009

DIE WÜRDE DES MENSCHEN IST UN-ANTASTBAR
Morgenakademie

Anlässlich des 60jährigen Jubiläums des Grundgesetzes beschäftigte sich die dreitägige Morgenakademie in diesem Jahr mit dessen Geschichte und Bedeutung. Am ersten Tag führte Dr. Egon Christ, Präsident des Verwaltungsgerichts Wiesbaden, in seinem Vortrag Die Würde des Menschen ist unantastbar in die Poesie und Pragmatik einer juristischen Formulierung ein. Ausgehend hiervon wurde anschließend in Kleingruppen diskutiert (Foto). Nachmittags sahen und besprachen die TeilnehmerInnen den Film Gott und die Welt - Säulen der Würde.
Am zweiten Tag, den eine Lesung aus Dietrich Bonhöffers Schrift Widerstand und Ergebung einleitete, wurde das Thema Menschenwürde von  Pfarrerin Irene Derwein vom Kirchlichen Flüchtlingsdienst am Frankfurter Flughafen in ihrem Referat Achtung der Würde des Menschen - Flughafenverfahren: ein Widerspruch in sich? konkretisiert. Eine weitere Anwendungsperspektive eröffnete dann Prof. Dr. Dr. h.c. Gisela Zenz von der Frankfurter Goethe-Universität mit ihren Ausführungen Überlegungen zum juristischen Schutz von Menschenwürde und Persönlichkeitsrechten im Alter. Am Nachmittag fand in der "Bibliothek der Alten" im Historischen Museum der Workshop Das Grundgesetz aus biographischer Sicht statt.

Am letzten Tag schließlich wurde die Fragestellung um die intergenerationelle Dimension erweitert: eine Jugendgruppe stellte in einem musikalischen Beitrag mittels Hip Hop und Rap ihre Suche nach Würde und Identität vor (Foto) und diskutierte mit den TeilnehmerInnen der Morgenakademie. Den Abschluss bildete ein Vortrag von Prof. Dr. Dr. h.c. Gunter Böhme, dem Vorsitzenden der Universität des 3. Lebensalters an der Goethe-Universität Frankfurt, mit dem Thema Menschenwürde als ethische Herausforderung.

Die Morgenakademie ist eine Kooperation der Evangelischen Stadtakademie mit der Koordination Erwachsenenbildung/Seniorenarbeit im Evangelischen Regionalverband Frankfurt, der Universität des 3. Lebensalters an der Goethe-Universität Frankfurt und dem Historischen Museum Frankfurt.   

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Mittwoch, 14. Oktober 2009

HERBST IM SCHLOSSPARK
Ausflug mit den ehrenamtlichen MitarbeiterInnen

Einen schönen Herbsttag im Schlosspark Wolfsgarten um den Wohnsitz des Landgrafen von Hessen bei Langen verbrachten Team und ehrenamtliche MitarbeiterInnen der Stadtakademie. Die Gruppe wurde durch die reizvolle Anlage geführt und besichtigte u.a. auch das im Jugendstil erbaute "Prinzessinnenhaus". Kulinarisch wurde das Programm abgerundet durch Kaffee und Kuchen sowie ein Abendessen.


   

Mittwoch, 7. Oktober 2009

"BEGEHRT, BEKLAUT, BETROGEN" -
WOZU DIE 10 GEBOTE
GUT SIND
Fernseh-Preview

Zum Auftakt der  hr- Sendereihe zu den 10 Geboten sind ca 40 Personen im grossen  Saal und warten am 7. Oktober auf den Auftakt  der Fernseh-Preview.
Der Hessische Rundfunk zeigt exklusiv zwei Beispiele einer zehnteiligen Serie zu den 10 Geboten, die ab 10.10.2009 wöchentlich ausgestrahlt werden. Es geht um "Liebe, Lust und Leidenschaft“  in den 10 Geboten und um das Erzählen aktueller Lebensgeschichten. Bei der Auswahl des siebten und neunten Gebots werden vorenthaltene Rechte und die Sehnsucht nach Gerechtigkeit thematisiert. Der Film „Gestohlene Jahre“ bezieht sich auf das Gebot „Du sollst nicht stehlen“ und auf eine junge Frau, der jahrelang der Status der Legalität vorenthalten wurde.  Die Protagonistin Hülya ist anwesend und erzählt, dass ihre kurdische Familie nach 10 Jahren in Deutschland keine Duldung mehr erhielt.  Das anwesende Publikum ist bewegt von ihrer Lebensgeschichte und ermutigt die Filmemacherin Dorothee Kaden zu einem Filmvorspann mit Informationen zu Petitionen, Bleiberecht und Anhörungsverfahren. Der zweite Film, „Haus der Begierde“, beschäftigt sich mit dem Gebot „Du sollst nicht begehren" und zeigt den erbitterten Kampf des 89jährigen Erwin Rothmaier um die Eigentumsrechte seines geerbten Hauses in der ehemaligen DDR. Die diskutierfreudigen Besucherinnen steigen ein in die Filmkritik mit dem verantwortlichen Redakteur Meinhard Schmidt-Degenhardt und Helwig Wegner-Nord, dem Geschäftsführer des Evangelischen Medienhauses. Hermann Deuser, Autor des Buches "Die Zehn Gebote - Kleine Einführung in die theologische Ethik", unterstreicht die aktuelle Bedeutung der Gebote. "Sie sind ein 'Leitsystem', um Probleme zu orten".

Bildnachweis: "Evangelische Sonntags-Zeitung"
 

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Donnerstag, 1. Oktober 2009

UNERHÖRTE FREIHEIT -
VOM VERMÄCHTNIS
EINER "PROTESTANTISCHEN REVOLUTION"
Vortrag und Gespräch ("Deutsche Realitäten")

Dr. Hans-Jürgen Misselwitz, maßgeblich Aktiv in der Bürgerrechtsbewegung der DDR, unternahm im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Deutsche Realitäten - Grenzen und Grenzüberschreitungen" einen kritischen Blick auf die Wahrnehmung der Ereignisse vom November 1989. Dabei stellte er die Unangemessenheit der Fokussierung einer medienwirksamen Dramatik des Mauerfalls heraus, wenn darüber das langjährige Engagement der DDR-Bürgerrechtsbewegung zuvor und deren uneingelöste Ziele in der Entwicklung seitdem vernachlässigt würden. Zur Rolle der evangelischen Kirche in diesem Kontext bemerkte er, es habe sich bei den Ereignissen nicht um eine genuin "protestantische Revolution" gehandelt, da in der Geschichte des Protestantismus immer auch antirevolutionäre Tendenzen stark gewesen seien, wohl aber um eine "Revolution im Protestantismus".
Nach dem vom Publikum konzentriert verfolgten Vortrag stieg Dr. Matthias Arning (Frankfurter Rundschau) mit Dr. Hans-Jürgen Misselwitz in ein Gespräch ein, das sich vor allem der Zukunft der politischen und demokratischen Kultur in Deutschland widmete.
Der Abend bildete den Abschluss der Reihe "Deutsche Realitäten - Grenzen und Grenzüberschreitungen", die anlässlich des 20jährigen Jubiläums des Mauerfalls in Kooperation mit den Frankfurter Pfarrstellen für Interreligiösen Dialog, Ökumene, Gesellschaftliche Verantwortung, der Stadtkirchenpfarrstelle Katharinenkirche sowie Pfarrerin Christa Sengespeick-Roos veranstaltet wurde.  

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Donnerstag, 24. September 2009

ALS DIE MAUER FIEL ...
Erzählcafé ("Deutsche Realitäten") 

An ungewöhnlichen Blicken auf den Fall der Berliner Mauer konnte das Publikum bei einem Erzählcafé teilhaben. Die Erzählenden, die aus anderen Ländern und Kulturen stammten bzw. erst in der 2. Generation in Deutschland lebten, schilderten ihre sehr persönlichen Erinnerungen an den 9. November 1989 sowie ihre Hoffnungen, die sich mit diesem markanten Datum in der deutschen Geschichte für sie verbinden. Zur Sprache kamen an diesem spannenden, feinfühligen Abend jedoch auch die Befürchtungen und Ängste, die die Wiedervereinigung in anderen Ländern zum Teil auslöste. Es erzählten: Su-Yun Baek (Koreanische Evangelische Gemeinde im Rhein-Main-Gebiet), Pfarrerin Carola von Wrangel (Anglican Episcopal Church, Christ the King, Frankfurt am Main) und Ünal Kaymakci (Stellvertretender Vorsitzender der Islamischen Religionsgemeinschaft Hessen). Dietmar Will, Pfarrer für Ökumene in Frankfurt am Main, moderierte.

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Mittwoch, 16. September 2009

BILDER IM KOPF/
DIE MACHT DER BILDER

Auftaktveranstaltung zur Reihe "Kein Bild"

Das Bild war Thema dieses Abends, und es wurde aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet. Frau Dr. Kerstin Schmidt vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung referierte über das Bild aus neurobiologischer Sicht. So sei die Bildherstellung im Gehirn ein konstruktiver Vorgang, bei dem unterschiedliche Areale angesprochen würden. Die Leiterin der katholischen Redaktion beim ZDF, Michaela Pilters, stellte zehn Thesen zum Fernsehbild vor. Der Publizist und Kurator Dr. Andreas Mertin erläuterte schließlich neue Sichtweisen durch das Bild in der zeitgenössischen Kunst. Als Beispiele dienten Dr. Mertin Künstler, die gewohnte Sehweisen hinterfragen. Dr. Stefan Scholz vom Akademischen Zentrum Rabanus Maurus moderierte den Abend.

Bildnachweis: "complize" bei Photocase

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15. Juni 2009 bis 15. September 2009

B.WohnBAR
Café im Eingangsbereich von Römer9

Im Zusammenhang mit der Veranstaltungsreihe "WohnLABOR 2009" öffnete während der Sommermonate erstmals die "B.WohnBar" ihre Pforten, ein auf- und abbaubares Café, bestehend aus einem Container, Lampen, Tischen und Sitzgelegenheiten. Der Ort vor der Stadtakademie wurde so wohnlich und lud zum Dableiben ein. Bis Ende Juli fand jeden Donnerstag zudem eine "Blue Hour" mit Freigetränken und "Special Guest" statt.
Die Bewirtung übernahmen Auszubildende und Jugendliche des Lernbetriebes Frankfurt am Main (Träger: Evangelischer Verein für Jugendsozialarbeit Frankfurt am Main e.V.). Kooperationspartner neben dem Lernbetrieb war zudem Kontext Architektur/Super Ü.

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Donnerstag, 10. September 2009

POETRY SLAM!
Hessen gegen Sachsen ("Deutsche Realitäten")

Ein Poetry-Slam der besonderen Art dokumentierte auf seine Weise die "Deutschen Realitäten" 20 Jahre nach dem Mauerfall: Jeweils sechs junge PoetInnen aus Sachsen und Hessen wetteiferten mit ihren Texten um die Gunst eines begeisterten Publikums. Häufig standen in den Beiträgen menschliche Beziehungen im Vordergrund, deren Höhen und Tiefen mal humorvoll, manchmal melancholisch oder auch sarkastisch thematisiert wurden. Als Sieger des von über 150 Personen gespannt verfolgten Slams ging schließlich ein Teilnehmer aus Hessen hervor. Dirk Hülstrunk und Jürgen Klumpe moderierten den unterhaltsamen Abend, eine Kooperation der Evangelischen Stadtakademie mit dem Kulturnetz Frankfurt und der Hessischen Literaturgesellschaft e.V.

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Donnerstag, 3. September 2009

GRENZLAND
Ausstellungseröffnung

Kurator Christian Kaufmann begrüßte zahlreiche Gäste zur Vernissage der zweigeteilten Ausstellung "Grenzland", deren andere Hälfte im Neuen Kunstverein Aschaffenburg zu sehen ist. Gezeigt werden Fotografien, Bilder und Installationen internationaler KünstlerInnen, die sich mit dem Leben im "Grenzland", an politisch brisanten Demarkationslinien auseinandersetzen. Die Ausstellung begleitete die Reihe "Deutsche Realitäten", die in diesem Jahr die Situation 20 Jahre nach dem Mauerfall thematisierte, und ergänzte deren nationale Perspektive um globale Dimensionen des Phänomens "Grenze".

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Mittwoch, 12. August 2009

EVA DEMSKI
Lesung aus dem neuen Buch "Gartengeschichten"

Die Gäste strömten in den vollbesetzten Saal, eroberten die Empore und versuchten die besten Sitzplätze zu bekommen. Mitten in dem Ausstellungsraum "WohnLabor", neben den zur Adoption freigegeben Pflanzen von "Botanoadopt" las Eva Demski drei Texte aus dem gerade publizierten Gartenbuch (Insel Verlag). Eva Demski liest die Geschichten, humorvoll "Die Geschichte der Misanthropen",  melancholisch und tiefsinnig die Erzählung vom "Gärtner der 4 Jahreszeiten" und von ihrem eigenen, ihr manchmal verschlossenen Garten. Die Garten- und Textliebhaber/innen schmunzeln, lachen und einige erkennen sich selbst mit allen Paradoxien der Gartenleidenschaft. Sie erzählt vom Paradies, dem Garten Eden, und Klostergärten. Der Büchertisch ist umlagert und alle Exemplare werden verkauft. 130 Besucher/innen applaudieren und geniessen die heitere Selbstironie der Autorin. Die Veranstaltung kam zustande durch Unterstützung des städtischen Kulturamtes und des Insel Verlags.
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30. Juni bis 15. August 2009

WohnLABOR 2009
Auf der Suche nach der Zukunft des Wohnens

Während des Projektes bildete der Raum von Römer9 eine Plattform, auf der sich BesucherInnen über neue Wohnmodelle, gutes Bauen und andere zukunftsweisende Fragen städtischen Wohnens informieren konnten. Ausgewählte visuelle Akzente griffen die Schwerpunkte der Abendveranstaltungen auf, so etwa das "Fundstück" von Bettina Rudhof: eine gefundene Kiste mit Hinterlassenschaften einer alten Frau.
Römer9 war aber auch Station von botanoadopt, einem Projekt von 431art, das Pflanzen zur Adoption vermittelt. Die botanoadopt-Pflanzenklappe macht ein anonymes Abgeben von Pflanzen möglich, die dann über eine Homepage (
www.botanoadopt.org) adoptiert werden können. An einem Tag war darüber hinaus das Adoptionsbüro direkt vor Ort.

WohnLABOR wurde realisiert in Kooperation mit der TU Darmstadt, Fachgebiet Entwerfen und Energieeffizientes Bauen, Deutscher Werkbund Hessen, Bund Deutscher Architekten, und wurde zudem freundlich unterstützt durch die IKEA-Stiftung sowie das Kulturamt Frankfurt am Main

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Dienstag, 28. Juli 2009

SMALL IS BEAUTIFUL
Vortrag und Diskussion
über Innovative Wohnkonzepte (WohnLABOR)

Der von Isabel Schäfer und Sebastian El khouli von der Technischen Universität Darmstadt, Fachgebiet Entwerfen und Energieeffizientes Bauen geleitete Abend war der Versuch eines Paradigmenwechsels. So hieß es in der Ankündigung:
Wachstum ist eines der prägendsten Paradigmen unserer Gesellschaft. Mehr ist mehr. Nicht nur in der Wirtschaft, sondern auch bei der Wahl unserer Autos, unserer Wohn- und Lebens(t)räume. Wir sind auf der Suche nach architektonischen Strategien, die Qualität nicht mit Quantität gleichsetzen, die Räume intelligent und effizient nutzen, die Raum lassen für Individualität und Intimität.
Anschließend gab es eine Exkursion zum Minimum Impact House, DGJ Architekten, Frankfurt am Main

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Montag, 27. Juli 2009

QUE SERA?
Filmabend (WohnLABOR)

Intensiv war das Gespräch im Anschluss an den Film, das die Frankfurter Alterswissenschaftlerin Bettina Rudhof leitete. 
Der Film widmet sich einem 2002 im Schweizer Bern gestarteten gesellschaftlichen Experiment: In der Siedlung Schönegg finden eine Kindertagesstätte und ein Altenheim unter einem Dach Platz. Der Film greift dieses ungewöhnliche Zusammenleben von Alt und Jung auf und begleitet die Bewohner: die frühere Schneiderin Klara Mischner etwa und ihren unselbständigen Sohn, die demenziell veränderte Claire Sutner oder auch Hélène Fischer, die ein Schlaganfall ins Heim brachte.
Einig waren sich die GesprächsteilnehmerInnen bei allen guten Ansätzen schließlich über die Schwächen der gezeigten Situation.
Auch beim 3. Filmabend am 3. August 2009 stand das Thema Leben im Alter auf dem Programm. Jedoch sollte der von dem freien Journalisten und Publizisten  Hanns Christoph Koch geleitete Abend Alternativen zur Heimunterbringung zeigen. Nach einleitenden Szenen einer Doku-Soap über eine temporäre "Alten-WG" diskutierte die Runde dann vor allem über ein Modell aus Göttingen.

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Dienstag, 21. Juli 2009

WAGNISSE IM IMMOBILIENMARKT -
SELBER PLANEN, FINANZIEREN UND BAUEN
(WohnLABOR)

... hieß es an diesem Abend, dem zweiten der Reihe, der sich dem Thema des gemeinschaftlichen Wohnens widmete. Gemeinschaftliche Wohnprojekte sind eine erprobte Alternative zu Investoren, Bauträgern und Wohnungsbaugesellschaften. Auf dem Frankfurter Wohnungsmarkt sind neue Genossenschaften, Bauherrengruppen und Initiativen zunehmend aktiv und gewinnen an Bedeutung. Als eine Art Werkbericht wurden von Martin Wilhelm, bb22 architekten und stadtplaner, und Joachim Lölhöffel, Wohnbund Frankfurt, aktuelle Projekte vorgestellt.

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Montag, 13. Juli 2009

ZIMMER/KÜCHE/BAD/
BALKON/STRASSE/STADT

Kurzfilme (WohnLABOR)

Das von der Filmwissenschaftlerin Dr. Marie-Hélène Gutberlet zusammengestellte Kurzfilmprogramm versammelte Filme von in Frankfurt lebenden KünstlerInnen und FilmemacherInnen wie Ella Bergmann-Michel, Gunter Deller, Fiona Leus, Christoph Nogay u.a. 
"Filme machen sichtbar, was hinter verschlossenen Türen verborgen ist. Indem sie Dinge und Verrichtungen des täglichen Lebens öffentlich machen, durchbrechen sie die Trennlinie zwischen Intimität und Öffentlichkeit" hieß es dazu in der Ankündigung des Abends. Berücksichtigt werden sollten dabei auch Frankfurter architektonische Spezialitäten als Elemente der Stadtgeschichte und Wohnkultur - das Frankfurter Bad, die Frankfurter Küche, der Häuserkampf, die internationale Stadt mit Lebensqualität.

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Samstag, 11. Juli 2009

RIEDBERG -
WANDERUNGEN
DURCH DIE ZEIT
Exkursion (WohnLABOR)

Fast drei Stunden dauerte die ausgedehnte Wanderung über das Riedberg-Areal, eine der größten Stadtentwicklungsmaßnahmen in der BRD. Fachkundig geleitet von Rainer M. Müller, dem stellvertretenden Leiter Riedberg der HA Stadtentwicklung, erkundete die Gruppe das weiträumige Gebiet mit seinen unterschiedlichsten "Wohnwelten" und Wohnkonzepten, das aber auch Teile der Universität beherbergt.

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Dienstag, 7. Juli 2009

VON DER ICH-AG
ZUM WIR-WOHNEN

Stadtsalon zu Gast bei Römer9 (WohnLABOR)

In gewohnt heimeliger Stadtsalon-Atmosphäre, bei Häppchen und Getränken, diskutierte eine große Runde das Phänomen des selbst organisierten Wohnens, etwa über Baugruppen oder Genossenschaften, das in den Städten an Bedeutung gewinnt. Zur Sprache kamen Projekte aus Frankfurt, debattiert wurde aber vor allem auch über Probleme und Hindernisse.

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Mittwoch, 1. Juli 2009

RELIGION UND IDENTITÄT
Auf der Suche nach Identität V

Die "Suche nach Identität", auf die sich die Evangelische Stadtakademie gemeinsam mit der Evangelischen Akademie Arnoldshain in fünf Vorträgen begeben hatte, wurde durch einen profunden theologischen bzw. religionswissenschaftlichen Beitrag abgeschlossen: Prof. Dr. Hans-Günter Heimbrock (Bild) und Prof. Dr. Bärbel Beinhauer-Köhler vom Fachbereich Evangelische Theologie der Goethe-Universität Frankfurt am Main warfen dabei einen kritischen Blick auf die Rede von "Identität" in religiösen Kontexten. Prof. Dr. Heimbrock (Theologie) verwies in vor allem subjektbezogener Perspektive auf die Brüchigkeit einer religiösen und speziell auch christlichen Identität des Menschen, traditionell ausgedrückt in der protestantischen Anthropologie des "simul iustus et peccator", in modernerer Lesart in der schmerzvollen Erfahrung der Fragmentarizität, Verletzbarkeit und des Versagens von Lebensentwürfen. Identität könne nach christlichem Verständnis zudem nicht aus sich selbst gesetzt werden, sondern sei eine von Gott verliehene. Prof. Dr. Bärbel Beinhauer-Köhler (Religionswissenschaft) verdeutlichte die (mediale) Konstruktion vor allem kollektiver religiöser Identität an einem Film, der für Unterstützung eines Moscheebaus in Duisburg warb, und ihr zufolge auch als repräsentativ für solche Konstruktionen in anderen Religionsgemeinschaften gelten könne.
Der Titel des Koreferats lautete: Identitätsbildung: Tradition und Innovation aus theologischer und religionswissenschaftlicher Perspektive.
 

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Dienstag, 30. Juni 2009

LEBST DU NOCH,
ODER WOHNST DU SCHON?
Wohnen als Paradoxon (WohnLABOR)

Der Vortrag von Dr. Bastian Lange bildete den Auftakt der Reihe "WohnLABOR", die nach der Zukunft des städtischen Wohnens fragte. Die These des Referenten lautete dabei, dass Wohnen gerade in Ballungszentren von einem radikalen Prozess des "Abrisses vormals sicherer Umfriedungen" gekennzeichnet sei.
Mobilität, neue Technologien und ein Prozess der Stilisierung von Behaglichkeit haben den vormals sicheren Raum gefühlter und ständig gegenwärtiger Gemeinsamkeit aufgelöst. Wie sind Neuformierungen des Wohnens eigentlich möglich?

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Mittwoch, 17. Juni 2009, bis Freitag, 19. Juni 2009

"MEIN GOTT - DEIN GOTT - KEIN GOTT?"
Kinderakademie

30 Kinder im Vorschulalter nahmen in diesem Jahr an der Kinderakademie unter dem Motto "Mein Gott - Dein Gott - Kein Gott?" teil. Im Gästebuch steht nach dem Elternnachmittag: "Die Kinderakademie ist ein Stück von dem, wie unsere Welt sein sollte". Das ist ein Fazit dieser interreligiös angelegten Veranstaltung. Hier werden Toleranz, Achtung und Wahrnehmung unterschiedlicher Religionen und Kulturen in der Stadt Frankfurt am Main erlebt.
Vormittags hatten die Kinder in Arbeitsgruppen gemeinsam mit ihren ErzieherInnen die Möglichkeit, Neues über andere Religionen zu lernen und kreativ umzusetzen. Nachmittags standen Ausflüge in evangelische, katholische oder orthodoxe Kirchen, eine Moschee oder einen buddhistischen Tempel auf dem Programm, - der Besuch einer Synagoge ist noch in Planung. Am letzten Tag gab es einen festlichen Abschluss mit den Eltern und Gästen, bei dem die Kinder auch die Ergebnisse präsentieren konnten.

Kinder und Eltern waren begeistert: "Ist das ein Gotthaus? Wohnt Gott hier?" fragte ein fünfjähriges Mädchen während des Besuches in der Alten Nikolaikirche am Römerberg. "Warum kommen sonst immer nur Erwachsene in die Stadtakademie? Bildung fängt doch bei den Kindern an!" bemerkte ein Vater während des Elternnachmittags. Sowohl Kinder als auch Eltern, Großeltern und Geschwister staunten über die gestalteten Ergebnisse, Bilder und Fotos.
"Diese Kinderakademie ist ein Glücksfall für alle Beteiligten" sagte eine Erzieherin und applaudierte mit den Kindern und Erwachsenen. In der internationalen Stadt Frankfurt ist interkulturelle und interreligiöse Bildung eine Chance für die Arbeit in Kindertagesstätten.
Inhaltlich wurde Wert auf den Bezug zum Hessischen Bildungsplan gelegt, der religiöse und kulturelle Bildung (Kunst, Kultur, Religion) vorsieht. Die Werteorientierung mit Achtung und Wertschätzung aller Religionen und Konfessionen war der Schwerpunkt. Die Zusammensetzung der Gruppen spiegelte die interkulturelle Ausrichtung im Alltag wider.
Bereits zum dritten Mal fand die Kinderakademie in Zusammenarbeit mit dem Diakonischen Werk für Frankfurt, Fachberatung Kindertagesstätten, sowie mehreren  Kindertagesstätten (in diesem Jahr "Sonnenschein", "Karibuni Bantu" und "Mainstrolche" aus der Evangelischen Gemeinde in Frankfurt-Fechenheim statt. Die gute Kooperation wurde ergänzt durch die Interkulturelle Beauftragte des Evangelischen Regionalverbandes Frankfurt, Sabine Kalinock.

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Montag, 8. Juni 2009

"DER DALAI LAMA KOMMT"
Einführung in den Buddhismus

Die Lehre des Buddha ist nicht dazu gedacht, als bloßes Wissen bewahrt zu werden, nein, sie soll zur Entwicklung unseres Geistes benutzt werden.
Mit diesem Zitat eröffnet Prof. Dr. Michael von Brück, Professor für Religionswissenschaft an der Ludwig-Maximilian-Universität München, sein Buch zu der Einführung in den Buddhismus, vorgestellt von Dr. Hans-Joachim Simm, Verlag der Weltreligionen.  Prof. Dr. von Brück gab eine fulminante Einführung in den Buddhismus. 176 Besucherinnen und Besucher diskutierten eng gedrängt im Anschluss an seinen Vortrag die vorgestellten Thesen. Durch die musikalische Leitung von Tun-Yuan Hung und Kelvin Tsui wurde eine meditative Stimmung eröffnet, die Anwesenden konzentrierten sich, übten Achtsamkeit. Stille und Ruhe breiteten sich aus.
Viele Informationsfragen wurden gestellt: zur täglichen meditativen Praxis des Buddhismus, zum spirituellen Weg, zum Pfad der Erleuchtung, zum Buddhismus als Religion oder Philosophie, zum Verhältnis Christentum und Buddhismus, zum schriftlichen Kanon, zur Faszination des Buddhismus aus einer fremden Kultur, zur Person des 14. Dalai Lama, der vom 30.07. bis 02.08.2009 nach Frankfurt kommt.
Die Veranstaltung war Teil einer Reihe als Kooperation der Evangelischen Stadtakadmie mit dem EVAngelischen Frauenbegegnungszentrum, der katholischen Erwachsenenbildung, dem Haus am Dom, Akademisches Zentrum Rabanus Maurus, dem Verlag der Weltreligionen und Ilona Klemens, Pfarrerin für Interreligiösen Dialog in Frankfurt am Main beim Evangelischen Dekanat Nord.

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Donnerstag, 28. Mai 2009

IDENTITÄT UND GENDER
Auf der Suche nach Identität IV

Auf erneut großes Publikumsinteresse stieß auch der vierte Vortrag aus der gemeinsam mit der Evangelischen Akademie Arnoldshain veranstalteten Reihe "Auf der Suche nach Identität". Die Soziologin und Adorno-Schülerin Prof. Dr. Regina Becker-Schmidt von der Leibniz-Universität Hannover referierte zum Thema Identität und Gender und stellte das Denken der amerikanischen Philosophin Judith Butler vor. Butler kritisiert die "naturalistische" Sicht auf weibliche und männliche Geschlechtskörper und erkennt in ihnen vielmehr das Resultat gesellschaftlicher Konstruktionen und sozialer Normen, die sich nicht nur dem Bewusstsein von Frauen und Männern, sondern auch ihren Körpern "einschreiben". An den Vortrag mit dem Titel Von der Vielfalt der Körper und der sozialen Norm "Frau- oder Mannsein" - zu Judith Butlers Kritik an "Geschlechtsidentitäten" schloss sich eine intensive und konzentrierte Diskussion an.

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Dienstag, 19. Mai 2009

SECOND NATURE
Vortrag

Martin Rein-Cano, Landschaftsarchitekt und Gastprofessor an der Universität Kassel, pointierte in einem reich bebilderten Vortrag das Thema der Reihe "Nach der Natur" in besonderer Weise: Er zeigte an der Planung eines Landschaftsgartens exemplarisch auf, wie eine "zweite Natur" geschaffen wird, deren Anlage und Gestaltung die Formensprache und Symbolkraft der "ersten" dabei jedoch sensibel aufnimmt und verarbeitet.

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Donnerstag, 14. Mai 2009

NATÜRLICH?
Tanzperformance

In "tänzerischen Grenzgängen" erkundeten Cristina Jacob und Anca Huma die Schwelle zwischen Natur/Natürlichkeit und Künstlichkeit: ist sie fest oder fließend und gibt es sie überhaupt? Die Choreographie, bei der nicht nur zu Musik, sondern auch zu Bildern und zur Stille getanzt wurde, hatten beide Künstlerinnen eigens für die Reihe "Nach der Natur" entwickelt. Der ganze Raum der Stadtakademie wurde bespielt, und das Publikum, das diesmal nicht auf Stühlen saß, konnte den Tänzerinnen während der Performance durch den Saal folgen...

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Dienstag, 5. Mai 2009

DIE INFORMATISIERUNG DER NATUR
Vortrag und Gespräch
mit Prof. Dr. Klaus Mainzer

Im Rahmen der Reihe "Nach der Natur" referierte Prof. Dr. Klaus Mainzer, renommierter und ausgewiesener Experte für "Virtuelle Welten" und "Künstliche Intelligenz" von der Technischen Universität München. Er gab einen fundierten, umfassenden und spannenden Einblick in neueste Verfahren der künstlichen Simulation von Natur (Digitalisierung - Virtualisierung - Sensibilisierung); Verfahren, die in doppelter Weise "nach der Natur" operieren: ihrem Vorbild gemäß und sie zugleich technisch überwindend. Klaus Mainzer wies jedoch auch nachdrücklich auf die sich aus diesen Möglichkeiten ergebende Verantwortung der Gesellschaft hin, in deren Händen eine ethisch vertretbare Anwendung des Erforschten und Erfundenen läge: Technische Entwicklungsprozesse seien kein unaufhaltsames Schicksal, sondern steuerbares Ergebnis bewusst getroffener Entscheidungen. Wie sehr sein Vortrag das Publikum bewegt hatte, zeigte sich an der anschließend noch lange intensiv fortgeführten Diskussion.

Bildnachweis: "Thomas K." bei Photocase

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Donnerstag, 23. April 2009

"NODENTITY"
Auf der Suche nach Identität III

Einen provokanten "Versuch in weniger Identität" trug der Freiburger Verleger, Autor und Übersetzer Martin Baltes im Rahmen der Reihe "Auf der Suche nach Identität" vor: Ausgehend von der beobachteten Lethargie und Passivität der Menschen angesichts drängender Umweltprobleme formulierte er die These, dass die kulturellen und gesellschaftlichen Identitätsvorstellungen die Individuen eher aushöhlen, statt ihnen das erhoffte eigene Gesicht zu verleihen. Dies mündete in eine scharfe Kritik am Begriff "Identität" und in die durchaus aufklärerische Forderung, Mut zur Selbstbestimmung jenseits uniformierender und repressiver, vor allem medial vermittelter Bilder von "Persönlichkeit" zu entwickeln.
Der Abend wurde eingeleitet mit einer Lesung aus dem Buch Versuch über die Schwäche von Jeanne Block, vorgetragen von der Theologin Dr. Sybille Fritsch-Oppermann (Foto).

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Dienstag, 7. April 2009

NACH DER NATUR
Ausstellungseröffnung

140 Personen konnte Kurator Christian Kaufmann zur Eröffnung der Ausstellung "Nach der Natur" in der Stadtakademie begrüßen. Mit der Vernissage zur Schau der Exponate von Nathalie Grenzhäuser, Caroline von Grone, Reiner Maria Matysik und Vroni Schwegler wurde zugleich der Startschuss für die gleichnamige Veranstaltungsreihe zur Frage nach dem Bild und dem Begriff von Natur in der gegenwärtigen Kultur und Gesellschaft gegeben.

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Mittwoch, 1. April 2009

DOMINIQUE
DI PIAZZA (BASS)
NELSON VERAS (GITARRE)
+Special Guest: Hadrien Feraud

Im Rahmen der von der EKHN-Stiftung geförderten Veranstaltungsreihe "Watch What Happens..." - Ein Dialog zwischen Kirche und Jazz zur Musikmesse (ein Kooperationsprojekt mit der Stadtkirchenarbeit Alte Nikolaikirche, St. Katharinenkirche und der Jazzinitiative Frankfurt) konnte das Publikum in der Stadtakademie Jazz auf höchstem Niveau erleben: Der Franzose Dominique di Piazza (Bass), bekannt geworden durch seine Zusammenarbeit mit John McLaughlin, Bireli Lagrene u.a., und der Brasilianer Nelson Veras (Gitarre), schon in jungen Jahren Sideman von Pat Metheny und Steve Coleman, nahmen die ZuhörerInnen mit auf eine beeindruckende musikalische Reise auf 11 Saiten. Dabei spannten sie ein ebenso sensibles wie virtuoses Klangnetz zwischen Latin-Jazz, Fusion und Bebop auf.       

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Als besondere Überraschung tauchte später noch ein weiterer Instrumentalist von Weltrang auf: Hadrien Feraud, frischgebackener "Bass Player of the Year", der sich zur Musik-Messe in Frankfurt aufhielt, kam mit seinem E-Bass in die Stadtakademie und stieg in eine spontane Jam-Session mit den beiden anderen Musikern ein. Das Konzert endete so mit einem spektakulären Gipfeltreffen zweier der derzeit herausragendsten Jazzbassisten der internationalen Szene.

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NICHTS BLEIBT, WIE ES WAR…?

Religion, Migration und Gesellschaft

120 Personen nahmen an diesem ganztägigen Studientag teil.
Prof. Heiner Bielefeldt: „Der säkulare Rechtsstaat ist ein Fairnessprinzip im Umgang mit religiösem Pluralismus, dazu gibt es keine Alternative.“ Wael El-Gayar, zuständiger Referent im Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes in NRW, fordert klare islamische Ansprechpartner für das Ministerium und deutschsprachige Imame. Dr. Claudia Schönig-Kalender beschreibt die unterschiedliche Entstehung des Moscheevereine im Dreiländereck Deutschland, Frankreich, Schweiz. Eine Differenzierung auf Grund der jeweiligen Migrationsgeschichte der einzelnen Länder steht einem Euro-Islam gegenüber.

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Zur Praxis der gegenwärtigen Situation der Moscheegemeinden in Frankfurt am Main berichten Ilona Klemens, Ünal Kaymakci und Dr. N. Makarevic zur Zuwanderungsgeschichte und der Auseinandersetzung um die Moscheebauten in verschiedenen Stadtteilen. Julia Bernstein und Dr. Stefanie Theis stellen ihre Erfahrungen und Untersuchungen zu Religion und Kultur bei russischsprachigen jüdischen und christlichen Migrantinnen und Migranten und bei Russlanddeutschen vor. Abschließend kommentierte Oliver Bertrand, Religionswissenschaftler und Geschäftsführer des Hessischen Islamforums, den Tagungsverlauf. Diese fünfte Tagung der interdisziplinären und interinstitutionellen AG „Religion und Migration“ zeigte erfolgreich auf die wachsende Bedeutung von Religion auf Grund der gesellschaftlichen Veränderungen.

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Donnerstag, 19. März 2009

"DAS GEFÜHL, TROTZ ALLER VERÄNDERUNGEN DIE SELBE PERSON ZU BLEIBEN ..."
Auf der Suche nach Identität II

Über 100 Personen folgten den Ausführungen von Prof. Dr. Marianne Leuzinger-Bohleber vom Sigmund-Freud-Institut Frankfurt, die die am 26. Februar begonnene Reihe "Auf der Suche nach Identität" mt einem Beitrag aus der Psychologie fortsetzte. Ausgehend von einem beeindruckenden Fallbeispiel zeigte sie auf, wie wichtig aus psychoanalytischer Sicht die Herausbildung einer tragfähigen Ich-Identität ist, und welche Gefahren und Probleme dieses sich einstellende "Gefühl" bedrohen können. Die sich an den Vortrag anschließende lebhafte und intensive Diskussion zeigte, welch eindringliche Resonanz gerade das psychologische Fragen nach Identität auslöst.

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Montag, 2. März 2009

"SCHMECKET UND SEHET!"
Geschmacksproben aus der Akademiearbeit


Auf Einladung des Vorstands des Fördervereins Römer9 e.V. kamen 34 Personen zu einer "spirituellen Garküche" in die Evangelische Stadtakademie. "Religion ist Sinn und Geschmack für das Unendliche", sagte Friedrich Schleiermacher. Geschmack steht sowohl für das Schmecken als auch für Anschauung, Gefühl und Ahnung. "Schmecket und sehet" heißt es in der christlichen Abendmahlsliturgie, wenn Brot und Wein ausgeteilt werden.
Im Treppenhaus hingen weitere Zitate zum Thema Essen und Schmecken aus den Bereichen Kunst, Kultur und Religion.
    

Mitten im Veranstaltungsraum stand eine mobile Garküche, in der im Beisein der Gäste köstliche Leckereien gekocht wurden. Die zukünftigen Veranstaltungen im Jahr 2009 wurden den Anwesenden schmackhaft vorgestellt.
Prinzessin Alexandra von Hannover, Ehrenmitglied des Fördervereins Römer9 e.V. und zugleich Vorsitzende des Frankfurter Kulturausschusses, begrüßte alle Gäste mit den drei inhaltlichen Schwerpunkten der Frankfurter Akademiearbeit: KULTUR, RELIGION, STADT.
Der Performancekünstler Christoph Riemer inszenierte die spirituelle Garküche; die Vorstandsmitglieder erläuterten, warum sie sich im Förderverein engagieren und sprachen neue Mitglieder an. Nach anregenden Gesprächen erhielten alle Gäste eine "geistliche Wegzehrung" zum Mitnehmen.

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Donnerstag, 26. Februar 2009

"BIN ICH, WAS ICH DENKE,
DAS ICH BIN?"

Auf der Suche nach Identität I

Auf großes Publikumsinteresse stieß der Eröffnungsvortrag der gemeinsam mit der Evangelischen Akademie Arnoldshain veranstalteten Reihe "Auf der Suche nach Identität", die sich mit einem  zwar positiv besetzten, aber kaum hinterfragten Leitbegriff der Gegenwart auseinandersetzt.
Der Hildesheimer Philosophieprofessor Tilman Borsche führte in einem fundierten Referat nicht nur in die Geschichte des Identitätsbegriffs und seine Problematik ein, sondern spannte einen weiten Bogen bis hin zu den drängenden Fragen der Gegenwart: Wie und von wem wird/werden Identität(en) konstruiert? Warum bedrängt uns diese Thematik? Bin ich, was ich denke,das ich bin?
Seine durchaus provokante Kernthese war dabei, dass Identitäten, beispielhaft verdeutlicht an der Frage: Was ist der Mensch? letztlich nicht Auskunft über absolute Wesenheiten geben, sondern immer das Ergebnis von Konventionen sind. Daraus ergibt sich eine hohe Verantwortung für  Kultur und Bildung, von denen diese Konventionen geprägt sind.
Im Anschluss an den Vortrag stieg das Auditorium in ein intensives Gespräch mit dem Referenten ein, wobei vor allem das Problem der kulturellen und besonders sprachlichen Konstruktion von menschlicher Identität diskutiert wurde.
  

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Donnerstag, 12. Februar 2009

"DER STADT BESTES" -
GOTT, MENSCHEN, KAPITAL
 
Frankfurter Religionsgespräche Römer9 III

Das dritte Frankfurter Religionsgespräch griff die aktuelle Diskussion um die Zukunft Frankfurts und der Region auf. Unter Bezug auf ein Wort des Propheten Jeremia wurde dabei eine neue, religiöse Perspektive in den stadtpolitischen Diskurs eingebracht. Über die EKD-Schrift "Gott in der Stadt" hinaus, in der vor allem visuelle Akzente des Protestantismus in der Stadtöffentlichkeit angeregt werden, ging es den Gesprächsteilnehmenden an diesem Abend jedoch vor allem um ethische und soziale Beiträge der Kirche zu einer verantwortlich und gerecht gestalteten Stadtgemeinschaft. Deutlich wurde dabei u.a die wichtige Funktion der kirchlichen Institutionen als Raum des Diskurses unterschiedlicher Positionen, der Begegnung von BürgerInnen mit unterschiedlichsten sozialen oder kulturellen Kontexten und als Anwalt der Interessen derjenigen Menschen, deren Stimmen im stadtpolitischen Diskurs sonst nur schwer Gehör finden. Ein zentrales Thema in dem von Dr. Matthias Arning (Frankfurter Rundschau) geleiteten Gespräch zwischen Dr. Wolfgang Gern (Vorstandsvorsitzender des Diakonischen Werkes in Hessen und Nassau), der Stadtsoziologin Prof. Dr. Marianne Rodenstein (Goethe-Universität Frankfurt) und dem Frankfurter Unternehmensberater Thomas Deininger war "Gerechtigkeit". Eröffnet wurde die Runde auch diesmal von einer Performance des Theaters Willy Praml. Esther Gebhardt, Vorsitzende des Evangelischen Regionalverbands Frankfurt, sprach ein Grußwort. 

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Donnerstag, 29. Januar 2009

FRIEDE IN GAZA -
WEGE AUS DER GEWALT

Podiumsdiskussion

Das spannungsgeladene Thema führte zur engagierten Debatte in einem großen BesucherInnenkreis. Zum Abschluss dankten die Teilnehmenden für die Beiträge und dafür, dass die drei kirchlichen Akademien (es handelte sich um eine gemeinsame Veranstaltung der Evangelischen Stadtakademie, der Evangelischen Akademie Arnoldshain und des Akademischen Zentrums Rabanus Maurus) das Forum für ein Gespräch eröffnet haben. Unter Leitung von Dr. Roland Löffler, Herbert-Quandt-Stiftung, Bad Homburg, diskutierten Raif Hussein, Deutsch-Palästinensische Gesellschaft, Berlin, Prof. Dr. Schimon Staczewski, Arzt, Neu-Isenburg, und Dr. Claudia Baumgart-Ochse, Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung, Frankfurt.

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