Mittwoch,
16. Mai 2012
19.30 Uhr

Gelassenheit. Das Leben zwischen dem Verfügbaren und dem Unverfügbaren

Vortrag und Gespräch

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Anfahrt

Lageplan Römer9
 

Mit der U-Bahn: U4, U5/ Haltestelle Dom/Römer

Mit der Straßenbahn: Linie 11,12 / Haltestelle Römer/Paulskirche

Mit dem PKW: Parkhaus Konstablerwache

Detaillierter Anfahrtsplan hier.

DAS HAUS NR. 9

Aussenansicht Römerberg 9

Das Haus RÖMERBERG 9 in Frankfurt am Main ist ein Mehrzweckbau von 1956. Im kriegszerstörten Frankfurt/M. gab es bald ein städtebauliches Gesamtkonzept. Dies schloss, da die Stadt seit 1830 durch Verträge für Bau und Erhalt alter Kirchenbauten zuständig ist (Dotationsvertrag), kirchliches Planen ein. Die Paulskirche war staatlicher Festsaal. Dafür erhielt "die ev. Kirche", der Ev. Gemeindeverband, später Evangelischer Regionalverband), das ehemalige Dominikanerkloster und für die Paulsgemeinde die Alte Nikolaikirche am Römerberg. Deren Wunsch nach einem Gemeindehaus fand Unterstützung. Die Stadt Frankfurt stellte einen Platz nahe dem Römerberg an der Alten Mainzer Gasse zur Verfügung. Ein ‚Brückenbau’ über die Straße entstand. Mitten unter dem Mittelteil stand einst das bekannte Gasthaus Wetterhahn, das auf vielen Abbildungen erkennbar ist. Gebaut wurde 1953-1956 durch die Frankfurter Aufbau-AG, nach Plänen des Architekten Ferdinand Wagner, vorrangig als Gemeindehaus für die Paulskirchen-Gemeinde, Einweihung erfolgte am 21. Oktober 1956. Von 1968 bis 2004 wurde das 2. Stockwerk des Gebäudes als "Theologische Zentralbibliothek" genutzt.

AMBIENTE

Der Südflügel steht auf dem Grundstück der einst wohlhabenden Familie Souchay, deren Enkelin Cécile Jeanrenaud Ehefrau von Felix Mendelssohn Bartholdy wurde. Die Hochzeit feierte man hier. Wer ab 2006 aus dem neuen Eingangsbereich der Ev. Stadtakademie in den Hof des Beschaffungsamtes blickt, hätte einst in den Hof des Hauses Souchay geschaut. Nebenan zum Römerberg hin steht das Haus der Passavants, nach St. Leonhard hin das der Willemers, wo Goethe öfters als Gast weilte.

UMBAU / ARCHITEKTONISCHES KONZEPT

Empore im großen Saal

Das Gebäude am Römerberg 9 wurde in einem ersten Bauabschnitt umgebaut. Von Seiten des Evangelischen Regionalverbandes leitet Steffen Theil das Bauprojekt. Ausführendes Architekturbüro war Meixner, Schlüter, Wendt, als Bauleitende Architektin vor Ort war Frau Ute Günzel zuständig. Die Innenräume im 2. Stock und der Treppenaufgang im Südturm wurden umgebaut, funktioneller gestaltet und mit Brandschutzertüchtigungen versehen. Der Saal mit Empore und angrenzendem Besprechungsraum ist für verschiedene Nutzungen konzipiert worden. Großflächig verglast bietet er einen Blick auf den Römerberg und die Skyline im Westen. Bei Ausstellungen machen rollbare Stellwände in verschiedenen Konstellationen den Raum unterschiedlich bespielbar. Sie fungieren als Raumteiler, Hängefläche für Bilder oder können zu einem minimierten Block zusammengeschoben werden. Wesentliches neues Gestaltungsmerkmal ist die Markierung der öffentlichen Bereiche mit einem dunklen, subtilen und zurückhaltenden Farbmotiv. Claudia Meixner erläutert: „Wir haben eine Art Band kreiert, das im Bodenbelag im Eingangsbereich beginnt, über die Treppenläufe und Geländer bis in zum Bodenbelag im Veranstaltungssaal reicht.“ Bei der Eröffnung wurde das „Torhaus“ am Römerberg 9 als ein „Haus zwischen Himmel und Erde“ beschrieben. Die Höhe und Weite der Räume, verbunden mit dem erdfarbenen braunen Band zeigt die gelungene Verbindung von Lichte und Schwere.